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ISO 1832 · CODE ENTSCHLÜSSELT · HERSTELLERNEUTRAL

CNMG160612: was jede Position des Codes aussagt

CNMG160612 ist keine Artikelnummer, sondern ein Satz. Vier Buchstaben beschreiben die Platte — Plattenform, Freiwinkel, Toleranz, Befestigung und Spanleitstufe — und der Zahlenblock 160612 liefert Größe, Plattendicke und Eckenradius. Unten steht die Bezeichnung Position für Position entschlüsselt.

CNMG160612 — Position für Position
C — Plattenform
80°-Rhombus (Diamant) · das Arbeitstier des allgemeinen Drehens: Längs- und Plandrehen mit einer Platte, mit genug Eckenstabilität für die meisten Erstwahl-Jobs
N — Freiwinkel
Freiwinkel 0° (negative Wendeschneidplatte, doppelseitig verwendbar)
M — Toleranz
Klasse M — gepresst, mittlere Toleranz an Inkreis und Eckpunkt (je nach Größe typisch ±0,05–0,13 mm)
G — Typ
zylindrisches Befestigungsloch, Spanleitstufe auf beiden Seiten (doppelseitige Wendeschneidplatte)
16 — Größe
Größenklasse 16 — nominale Schneidkantenklasse in mm; exakte Schneidkantenlänge und Inkreis (IC) hängen von der Plattenform ab, siehe Katalogzeichnung
06 — Plattendicke
Plattendicke 6,35 mm
12 — Eckenradius
Rε = 1,2 mm Eckenradius
Auf einen Blick
Plattenform80°-Rhombus (Diamant)
BauformNegativ, doppelseitig
Nutzbare Schneidkanten4 (typisch, 2 Ecken × 2 Seiten)
Plattendicke6,35 mm
Eckenradius1,2 mm
Größenklasse16 (nominale Schneidkantenklasse in mm — exakte Maße hängen von der Plattenform ab)

Negativ oder positiv — worauf Position 2 Sie festlegt

Das N an Position 2 bedeutet 0° Freiwinkel: eine negative Wendeschneidplatte. Zusammen mit Typ G ist sie doppelseitig, beide Seiten tragen Schneidecken — 4 nutzbare Schneidkanten pro Platte. Negative Platten sind die stabilste Wahl, drücken aber härter in den Schnitt; den Freiwinkel stellt der Werkzeughalter durch die Anstellung her.

1,2 mm Eckenradius in der Praxis

Die 12 am Ende sind der Eckenradius in Hundertstelmillimetern: 1,2 mm — Schrupp-Radius: starke Ecke für große Schnitttiefen und unterbrochenen Schnitt, aber höhere Radialkraft und mehr Ratterneigung bei labilen Werkstücken. Die Oberflächenrauheit skaliert mit dem Quadrat des Vorschubs geteilt durch den Radius; die Radiuswahl setzt damit die Vorschub-Obergrenze für eine geforderte Oberflächengüte.

Ein ehrlicher Hinweis: diese Seite entschlüsselt die Geometrie. Welche Hartmetallsorte, Beschichtung und Spanleitstufe Sie darauf fahren, ist eine eigene Entscheidung, die von Werkstückstoff und Schnitt abhängt — der Code allein beantwortet sie nicht. Die Maße hier sind nominale ISO-Klassen; die exakte Schneidkantenlänge prüfen Sie in der Katalogzeichnung des Herstellers.

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